Die häufigste Rückfrage in unserem Support beginnt so: "Ich habe einen HP Laserjet, welcher Toner passt?" Das ist, als würde man nach Reifen für einen Golf fragen. Von diesem Modell gibt es seit den Neunzigern mehrere hundert Varianten, und die Kartuschen sind untereinander nicht austauschbar.
Die Information, die Sie brauchen, ist aber immer in Reichweite. Es gibt drei zuverlässige Wege, und einer davon dauert zwanzig Sekunden.
Weg 1: die alte Kartusche ansehen
Der kürzeste Weg. Nehmen Sie die verbrauchte Kartusche aus dem Drucker. Auf dem Gehäuse, auf dem Aufkleber oder auf der Stirnseite steht die Nummer, zum Beispiel TN-2420, CF259X oder 46508712. Mit dieser Nummer finden Sie das passende Produkt direkt, ohne Umweg über das Druckermodell.
Ein Vorbehalt: Wenn Sie das Gerät gebraucht gekauft haben oder jemand anderes bisher bestellt hat, kann auch schon die alte Kartusche die falsche gewesen sein. Prüfen Sie in diesem Fall über Weg 2 gegen.
Weg 2: das Typenschild am Drucker
Nicht die Beschriftung auf der Frontblende verwenden. Dort steht oft nur die Serie, etwa "Brother MFC" oder "HP LaserJet Pro". Das vollständige Modell steht auf einem Aufkleber an der Rückseite, unter der Papierkassette oder innen an der geöffneten Frontklappe.
Gesucht ist die komplette Bezeichnung mit allen Buchstaben hinter dem Bindestrich, etwa MFC-L2750DW und nicht MFC-L2750. Diese Zusätze sind keine Marketingkürzel, sie unterscheiden Geräte mit Duplexeinheit, Netzwerk oder WLAN, und bei manchen Serien auch die Kartuschenaufnahme.
Weg 3: das Druckermenü
Bei Geräten mit Display führt der Weg über Einstellungen, dann Geräteinformationen oder Status des Verbrauchsmaterials. Dort hinterlegen die Hersteller die Artikelnummern der passenden Kartuschen, oft zusammen mit dem aktuellen Füllstand.
Bei Netzwerkdruckern geht das auch bequem am Rechner: IP-Adresse des Druckers in den Browser eingeben, dann finden Sie dieselbe Information im Webinterface, meist unter "Verbrauchsmaterial". Die IP-Adresse steht in der Netzwerkkonfigurationsseite, die jedes Gerät ausdrucken kann.
Die Nummernsysteme der Hersteller
Wenn Sie die Logik dahinter kennen, erkennen Sie Fehlkäufe oft schon an der Nummer.
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Hersteller |
Schema |
Bedeutung |
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Brother |
TN für Toner, DR für Trommel |
TN-2420 Toner, DR-2400 Trommel. Höhere Zahl heißt oft mehr Inhalt. |
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HP |
CE, CF, W plus Ziffern, Zusatz A oder X |
A ist Standard, X ist die XL-Variante. CF259A und CF259X sind dieselbe Kartusche in zwei Größen. |
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Canon |
CRG plus Nummer |
Oft mit integrierter Trommel. Manche Canon-Kartuschen entsprechen baugleich HP-Nummern. |
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Samsung |
MLT-D plus Nummer, Endung S oder L |
S ist Standard, L ist die größere Variante. |
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Lexmark |
Modellnummer plus Zusatz |
Unterscheidung zwischen Return-Programm-Kartuschen und freien Varianten beachten. |
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OKI |
rein numerisch, achtstellig |
Keine Logik erkennbar, Nummer exakt abgleichen. |
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Kyocera |
TK plus Nummer |
Trommel separat und sehr langlebig. |
Die fünf häufigsten Verwechslungen
Toner und Trommel
HP CF217A ist der Toner, CF219A die Trommel für dasselbe Gerät. Bei Brother sind es TN-2420 und DR-2400. Eine Ziffer Unterschied, zwei völlig verschiedene Teile mit unterschiedlichem Preis und unterschiedlicher Lebensdauer. Wer die Trommel bestellt, weil der Toner leer ist, wartet zwei Tage umsonst.
Standard und XL
TN-2410 und TN-2420 passen in denselben Drucker. Der eine schafft 1.200 Seiten, der andere 3.000. Der Preisunterschied liegt meist bei dreißig bis vierzig Prozent, die Reichweite bei mehr als dem Doppelten. Rechnen Sie das einmal durch, dann bestellen Sie künftig fast immer die XL-Variante. Ausnahme: Sie drucken so wenig, dass die Kartusche nach Jahren noch halbvoll im Gerät sitzt.
Die Starterkartusche
Neue Drucker enthalten oft eine Kartusche mit reduziertem Inhalt, manchmal nur 700 statt 3.000 Seiten. Die Nummer darauf ist nicht immer die Nummer der regulären Nachfüllkartusche. Wer sie abschreibt, bestellt wieder die kleine Variante. Prüfen Sie im Handbuch, welche Nummern für den Dauerbetrieb vorgesehen sind.
Regionalcodes
Dieselbe Kartusche trägt in Europa, Nordamerika und Asien unterschiedliche Nummern, und manche Geräte akzeptieren nur die Variante ihrer Region. Bei Ware aus unklaren Quellen passiert es, dass eine physisch passende Kartusche nicht erkannt wird. Achten Sie auf Händler mit deutschem Lager und deutscher Rechnung.
Kapazitätsstufen bei Farblasern
Hier gibt es oft drei Größen pro Farbe. Wer wenig Farbe druckt, nimmt bewusst die kleine. Eine große Farbkartusche, die drei Jahre im Gerät sitzt, altert, bevor sie leer ist, und das Pulver setzt sich ab. Bei Schwarz ist es meist umgekehrt, dort lohnt die größte verfügbare Variante.
Checkliste vor dem Bestellen
- Vollständige Modellbezeichnung vom Typenschild notiert, mit allen Zusätzen.
- Nummer der benötigten Kartusche geprüft, nicht nur abgeschrieben.
- Geklärt, ob Toner oder Trommel gebraucht wird, oder beides.
- Bei getrennter Bauweise: Stand des Trommelzählers geprüft.
- Entschieden, ob Standard oder XL sinnvoll ist, anhand des monatlichen Volumens.
- Bei Farbe: geprüft, welche Farben tatsächlich zur Neige gehen.
Wenn Sie unsicher sind
Schicken Sie uns ein Foto vom Typenschild oder von der alten Kartusche. Das ist schneller als jede Beschreibung am Telefon und lässt keinen Raum für Missverständnisse. Wir antworten in der Regel am selben Arbeitstag und sagen Ihnen auch, wenn die günstigere Variante die bessere ist oder wenn Sie das bestellte Teil gar nicht brauchen.
Wir führen über 12.000 Artikel für Brother, Canon, HP, Lexmark, OKI, Samsung, Epson, Dell, Konica Minolta, Olivetti, Ricoh und Xerox. Wenn eine Nummer nicht im Shop auftaucht, heißt das nicht immer, dass wir sie nicht besorgen können.
Mehrere Geräte im Haus oder Büro
Wer drei oder vier Drucker betreibt, kennt das Problem: Jedes Gerät braucht eine andere Nummer, und im Schrank liegen am Ende sieben verschiedene Kartuschen, von denen zwei zu keinem der aktuellen Geräte passen.
Zwei Dinge helfen dauerhaft. Erstens: eine einfache Liste, in der für jedes Gerät Standort, vollständige Modellbezeichnung, Tonernummer und Trommelnummer stehen. Ein Blatt Papier am Schrank genügt, und bei Bestellungen muss niemand mehr hinter den Drucker kriechen. Zweitens: bei der nächsten Neubeschaffung bewusst ein Modell wählen, das dieselbe Kartusche nutzt wie ein bereits vorhandenes Gerät. Innerhalb einer Brother- oder HP-Serie ist das oft möglich und reduziert den Lagerbedarf sofort.
Kleben Sie zusätzlich einen Aufkleber mit der Tonernummer direkt auf jeden Drucker, gut sichtbar neben der Frontklappe. Das ist die unspektakulärste und wirksamste Maßnahme gegen Fehlbestellungen, die wir kennen.